Die Bügelmessschraube
21. Dezember 2008
Wie der altbewährte Schieblehre auch, gehört die Bügelmessschraube zu den Handmessgeräten und findet ihren Einsatz in vielen Bereichen der Industrie. Genannt wird die Messschraube auch Mikrometerschraube oder auch Mikrometer. Während es noch viele Bügelmessschrauben gibt, die manuell bedient werden, setzen sich auch die elektronischen Varianten immer mehr durch. Dies ist in der Regel darin begründet, dass bei der elektronischen Bügelmessschraube die Null-Stellung einer beliebigen Stelle ermöglicht werden kann. Die Funktionsweise einer Bügelmessschraube, bzw der Mikrometerschraube ist recht einfach. Sie beruht auf der genauen Steigerung der Messspindel um einen Wert von 0,5 mm. Dabei verfügt die Bügelmessschraube über zwei glatte Messflächen, die durch einen Bügel miteinander verbunden sind. Bewegt werden sie durch ein Drehen an der Skalentrommel.
Die Skala verfügt über 50 Teilstriche, sodass das Verstellen der Trommel um einen Teilstrich jeweils einen hundertstel Millimeter ausmacht. Um ein Werkstück zu messen, muss man die Messspindel über eine Kupplung langsam an das Werkstück herandrehen. Durch diese Kupplung, die auch Ratsche genannt wird, wird die Messkraft auf einen gleichmäßigen Wert, der um die vier bis zehn N liegt, reduziert. Dabei ist darauf zu achten, dass man die Bügelmessschrauben nur an der Isolierplatte festhält, da die Wärme der Hand sonst das Messergebnis um 0,002 mm verfälschen kann. Damit erreicht die Bügelmessschraube fast die Messgenauigkeit einer Messuhr.
