Linux – Aufgaben – Automatisierung mit CRON
23. August 2008Linux – Aufgaben – Automatisierung mit CRON – Zu solch einem ausgereiften Betriebssystem, wie es Linux zweifellos darstellt, gehört unter anderem, dass sich Routineaufgaben automatisieren lassen. Diesen Komfort liefert unter Linux ein Programm namens cron. Bei cron handelt es sich um einen Batchdaemon, d.h. dass dieses Programm stets im Hintergrund aktiv ist und beim jeden Systemstart automatisch mit geladen wird. Damit cron aber überhaupt weiß, welche Aufgaben er erledigen soll, werden diese Angaben in einer Textdatei festgehalten und zwar in /etc/crontab.
Bevor ein Benutzer seine eigene crontab-Datei anlegt, sollte er mittels „crontab -l“ prüfen, ob diese bereits existiert. Verläuft die Prüfung negativ, so erscheint die Meldung „no crontab for [benutzername]“. In diesem Fall kann die Datei mit dem Befehl „crontab /etc/crontab“ angelegt und mit dem Kommando „crontab -e“ anschließend editiert werden. Die crontab-Datei hat die Form einer Tabelle und besteht aus sechs Spalten. Die ersten fünf sind die Zeitfelder: Minuten, Stunden, Tag des Monats, Monat und Wochentag; der letzte Eintrag steht für das auszuführende Programm aus.
Möchte man zum Beispiel, dass tagtäglich um 6.10 Uhr ein Backup ausgeführt wird, so wäre die folgende Eintragung vorzunehmen: 10 6 * * * /usr/local/bin/run-backup. Geht es übrigens nur um eine einmalige Aufgabenerledigung zu einem festgelegten Zeitpunkt, so kann auch der Befehl „at“ verwendet werden. Wer eine Einführung in die cron- oder atjobs oder in die Systemgrundlagen unter Linux überhaupt wünscht, der findet hier Seminar: Novell Suse Linux sicherlich den geeigneten Ansprechpartner.
