Leben im Kloster

8. Februar 2009


In einem Kloster leben Menschen, in der Regel Nonne und Mönche in einer Gemeinschaft. Sie üben dort ihre Religion aus, oftmals arbeiten sie auch im eigenen Klostergarten. Das ist das Leben im Kloster.

Meisten besteht eine Klosteranlage aus Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, sowie einer Kirche oder anderen Kultstätten.
Am meisten verbreitet in Europa sind katholische Klöster, aber es gibt auch protestantische, ökumenische oder orthodoxe klösterliche Gemeinschaften. Auch Wohnanlage buddhistischer Mönche oder Gebetszentren von Hindus werden häufig als Kloster bezeichnet. Der Begriff Kloster kommt aus dem lateinischen von dem Wort claustrum, was sich in etwa mit „verschlossener Ort“ übersetzten lässt.

Die frühmittelalterlichen Klöster verfügen alle oft über einen ähnlichen Grundriss. Das Zentrum einer Klosteranlage bildet meistens die Kirche. Um sie herum liegt der Klosterhof, welcher in der Regel von einem Kreuzgang gesäumt wird. Um ihn herum befinden sich der Speisesaal, die Schlafräume und ein Versammlungsraum, den man auch Klosterkapitel nennt. Die Neben- und Wirtschaftsgebäude befinden sich oft etwas weitere außerhalb.

Meistens sind Mönche und Nonnen an das Kloster gebunden, in das sie eingetreten sind. Zu jedem westlichen Kloster gehört in der Regel eine Ordensgemeinschaft, welche die Regeln, die im Kloster gelten, macht. In den östlichen Klöstern hingegen besitzen die Klöster mehr Eigenverantwortung. Sie sind überwiegend komplett selbständig, oder zu in losen Gemeinschaften verbunden, nicht aber in Orden organisiert.

In Ägypten und Palästina sind im 4. Jahrhundert aus sogenannten Einsiedlerkolonien die frühsten Klöster entstanden. Das älteste Kloster wurde 397 von Samuel und Simon in der Türkei gegründet. Es ist ein christliches Kloster mit dem Namen Mor Gabriel und es existiert bis heute, also seit 1600 Jahren.

Seit Beginn dieser Zeit leben und beten die Bewohner der Klöster nicht nur, sie sammeln auch Wissen in Jahrhunderte alten Klosterbibliotheken. Damit tragen sie auch zum Erhalt und Wiedererwerb von Wissen bei, das sich seit der Antike angesammelt hat und nun aufbereitet und weiter verbreitet werden kann.