Westernsattel

17. Juni 2009


Ursprünglich stammt der Westernsattel von den spanischen Eroberern. Diese breite Form des Sattels machte die weiten Reisen leichter und bequemer. Schlussendlich landete dieser spezielle Sattel in Amerika und fand schnell Anklang bei den Kurierreitern und Hirten. Doch die Entwicklung des Westernsattels ging stetig weiter. Schließlich fand er im Jahre 1850 seine endgültige Form, die heute noch in unterschiedlichen Varianten genutzt wird. Von den Kurierreitern ging der Sattel weiter zu den Cowboys, deren tägliche Arbeit das Hüten und Einfangen der Rinder war. Auch sie schätzen die breite, bequeme Form dieses besonderen Sattels. Mit ihm war es erstmals möglich, sich ohne Blessuren den ganzen Tag auf dem Pferd aufhalten zu können. Doch nicht nur für die Reiter war es bequemer. Auch den Pferden tat dieser Sattel gut. Denn nun wurde das Gewicht des Reiters gleichmäßig auf dem Rücken des Pferdes verteilt, sodass die Last für das Tier wesentlich geringer wurde.

Ein Westernsattel besteht zum größten Teil aus Leder. Dadurch wiegt er zwar zwischen 10 und 20 Kilogramm. Doch durch seine Bauweise verteilt sich das Gewicht des Reiters optimal auf dem Rücken des Pferdes. In der Regel wird unter den Sattel erst eine dicke Unterlage gelegt. Diese nennt man auch Westernpad. Hierdurch werden Druckstellen verhindert, die dem Pferd schlussendlich Schmerzen bereiten könnten. So ist dieser Sattel durch die Form besonders bequem für Tier und Reiter. Westernsättel sind jedoch nicht nur Gebrauchsgegenstände für Westernreiter, egal, ob in der Freizeit oder im Turniersport. Auch im „Show-Westernreiten“ finden sie ihren Einsatz. Diese Sättel sind meist besonders reich verziert, da hier nicht nur die Funktion, sondern auch die Optik zählt. Meist bestehen diese Verzierungen aus großzügigen Ornamenten. Das Aufbringen dieser Ornamente in das Leder nennt der Fachmann „Punzieren. Gerade Sättel mit einem aufwendigen Ornat sind recht teuer.

Um einen solchen Westernsattel entsprechend pflegen zu können, gibt es dafür flüssige Sattelseife, die man aufbringt. Am besten reinigt man den Sattel anschließend mit einer Zahnbürste. Damit die Oberfläche nach der Reinigung geschützt ist, trägt man Lederöl auf. So bleibt der teure Westernsattel auch für viele Jahre erhalten und gepflegt. Denn in Anbetracht der Kosten für einen solchen Sattel bietet sich eine gute Pflege an, damit das Prachtstück recht lange hält und Pferd und Reiter bequem durch den Westernsport trägt.