Der Kunstbegriff in Wandlung

16. Juni 2008

Der Kunstbegriff in Wandlung – Schon seitdem sich die Menschheit mit Malerei und der Gestaltung von Plastiken beschäftigt, wird versucht, den Begriff de Kunst zu definieren. Viele Theoretiker, Denker, Priester und Philosophen entwickelten eigene Theorien und Lösungsansätze zu diesem Thema. Im stetigen Wandel der Zeit entwickelten sich nicht nur angewendete Techniken und Darstellungsformen der Kunst, auch die Theorien veränderten sich mit der Art der künstlerischen Objekte. In einem berühmten Zitat erklärte Arzer Miller 1956  zu dieser Thematik: „Kunst kann die Menschen nicht ändern, aber Sie kann einen Druck auf Sie ausüben, das Leben mit anderen Augen anzusehen, das eigene moralische Problem zu erkennen.”

Er begreift also die Kunst als ein mentales Druckmittel, welches den geistigen Horizont der Menschen erweitert und der Monotonie des täglichen Lebens eine klare Linie gibt. In der Gegenwart wird der Oberbegriff Kunst für sehr viele Teilbereiche im Leben genutzt. Nicht allein die bildende Kunst mit Malerei, Plastik und Skulptur, die darstellende Kunst  mit Schauspiel und Theater sind die tragenden Säulen. Auch die tonale Kunst – also die Musik ist eine wichtige Säule der Kunst.

Leider wird der Kunstbegriff mittlerweile sogar manchmal ins Negative verzerrt. Durch illustre Graffiti-Sprayer, die öffentliche Einrichtungen mit Schmierereien verschandeln, Aktionskünstler, die mir mehr als anstößigem Auftreten in der Öffentlichkeit Aufsehen erregen wollen oder riesige rostige Stahlobjekte bekommt der Begriff des Künstlers eine sehr negative Anhaftung, die auf lange Sicht der Kunst nur Schaden zufügen kann. Auch Lebemänner und Parasiten, die auf Kosten der gemeinen Gesellschaft existieren, werden oft als Künstler bezeichnet und erzeugen so eine unterschwellige Negativität beim Kunstbegriff.

Heutzutage können sich die meisten Künstler nicht mehr allein durch ihre Kunst etablieren, die Vermarktung von Leistungen über verschiedene Produkte bedingt letztendlich den aktuellen Bekanntheitsgrad. Die Schnittstelle dafür bildet zum Beispiel das Produktdesign.

So können Spielfiguren, die nach den Vorstellungen eines Künstlers angefertigt werden, millionenfach aufgelegt werden. Mit einer solchen Symbiose profitiert der Künstler von der großen Auflage und der Steigerung des Bekanntheitsgrades seines Namens, der Hersteller des Spiels hat Nutzen von der Unverwechselbarkeit und dem Wiedererkennungswert und somit vom letztendlichen Verkaufserfolg seines Spieles.