ADHS und Hyperaktivität bei Kindern und Erwachsenen!

28. Februar 2009


ADHS ( Aufmerksamkeitsdefizit – Hyperaktivitätsyndrom ) ist die medizinische Umschreibung für ein Störungsbild, welches sich durch Konzentrationssschwierigkeiten, leichte Ablenkbarkeit, geringes Durchhaltevermögen, fehlende Impulskontrolle, sowie ein rasch aufbrausendes Wesen mit der Neigung zum Handeln ohne vorher nachzudenken, auszeichnet.

Früher sprach man bei diesem Störungsbild von einem Hyperkinetischem Syndrom, heute ist die gebräuchliche  Bezeichnung ADS oder ADHS mit oder ohne Hyperaktivität.

Die Ursache dieses Syndrom liegt in einer fehlerhaften Informationsverarbeitung zwischen verschiedenen Hirnabschnitten (Frontalhirn, Basalganglien ), bedingt durch Störungen im Stoffwechsel der Botenstoffe (vor allem Dopamin).

Das ständige Überangebot von ungefilterten und unsortierten Impulsen bei ADHS, Informationen und  Reizen, führt zu einer erschwerten Selbstregulation. Sie stören  die Informationsverarbeitung im Arbeitsgedächtnis, wodurch ein
Gegenüberstellen von gemachter Erfahrungen aus dem Langzeitspeicher sehr erschwert wird und den Zugriff auf tatsächlich vorhandene Fähigkeiten oft nachhaltig behindert.

Die Symptome können durch äußere Umstände bei einem Kind oder auch ADHS Erwachsenen massiv verstärkt werden. Zum Beispiel durch inkonsequentes, wechselndes  Erziehungsverhalten, fehlende Regeln und Strukturen, Belastung der Eltern durch Scheidung, sozialem Status, Arbeitslosigkeit, oder einer ständig unruhigen und instabilen Umgebung.

Neben dem Aufmerksamkeits – Defizit – Syndrom treten oft zusätzlich Teilleistungsstörungen auf: Störung der Grob – und Feinmotorik, Lese – Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie oder visuelle und akustischeWahrnehmungsstörungen.