Rootserver

12. September 2009


Wer seine Internetpräsenz mit Systemen von Windows oder Macintosh gestaltet hat, wird zunächst einige Probleme haben, wenn er auf einen Linux Root Server umsteigt. Das liegt daran, dass die Bedienung für UNIX-artige Server sich deutlich von den mausgesteuerten Desktop-Systemen von Windows unterscheidet. Deswegen ist es ratsam, ausreichend Zeit einzuplanen, um sich einzulesen, die Bedienungsgrundlagen zu verstehen und so Fehler zu vermeiden. So ist es zum Beispiel wichtig, einen Überblick über Dateisystemstruktur, Start- und Stop-Infrastruktur von Diensten, Benutzerkonten- und Rechteverwaltung, Netzwerkprotokolle oder Sicherheit durch Passwörter und Firewalls zu haben.

Linux Server erweisen sich an verschiedenen Stellen als trickreich. So passiert es gerade Anfängern, dass sie den SSH-Dienst beenden, ohne dafür zu sorgen, dass er automatisch wieder neu startet. In diesem Fall hätte sich der Nutzer von seinem eigenen Root Server ausgesperrt.

Nicht ganz einfach ist auch die Anpassung des Systems. Der Server kann zwar mit Softwarepaketen eingerichtet werden, meist sind aber noch manuelle Anpassungen notwendig. Um das machen zu können, müssen so genannte Man-Pages von der Linux-Kommandozeile aus kontaktiert werden. Das geht aber nur in einem standardisierten Textformat, die Kommandozeilen sind teilweise extrem kompliziert und nur schwer einprägsam. Wichtig ist auch, den Rootserver regelmäßig mit Updates auf den neuesten Stand zu bringen.

Wer sich gut informiert und so Anfängerfehler vermeidet, hat dank des Root Servers, der auch dedizierter Server genannt wird, klare Vorteile gegenüber Angeboten von Hosting-Providern und kann seine Internetpräsenz nach seinen Wünschen gewinnbringend gestalten. Die Kosten belaufen sich dabei je nach genutztem Betriebssystem und der Hardware auf monatlich zwischen 40 und 90 Euro.