Über Lenormandkarten

22. Dezember 2009


Wahrsagern kann man heute kaum noch entgehen: Sie lesen rund um die Uhr Lebensweisheiten aus Karten, Kugeln und anderen Utensilien. Am emsigsten werden die Karten dabei im Fernsehen und im Internet befragt. Die Kartenlesekunst will Aussagen über die Zukunft, über Personen und Situationen treffen können. Menschen, die sich an einen Hellseher oder Kartenleger wenden, suchen meist Hilfe und Ratschläge in bestimmten Lebenslagen. Die Antwort auf ihre Fragen sollen die Karten geben, die nach einem bestimmten Legesystem aufgedeckt werden. Hellseher verwenden verschiedene Legesysteme, aus denen sie die Zukunft oder bestimmte Antworten deuten.

Neben den Tarotkarten lesen Wahrsager besonders häufig aus Lenormandkarten. Bei diesen Karten handelt es sich um angeblich echte Wahrsagekarten von Anne Marie Lenormand, einer französischen Wahrsagerin zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Die Karten wurden ihrer Zeit erst nach dem Tod von Anne Marie Lenormand heraus gegeben.
Die Lenormandkarten gliedern sich in ein großes und in ein kleines Deck. In Deutschland ist das Wahrsagen mit Hilfe des kleinen Decks aus 36 Karten heute deutlich populärer.

Lenormandkarten gliedern sich in Sachkarten und Personenkarten. Einige der Karten können aber auch eine doppeldeutige Aussage haben und werden im Sach- als auch Personenzusammenhang gedeutet. Das Legesystem sieht bei den Lenormandkarten einen direkten Einfluss der umliegenden Karten auf die betrachtete Karte vor. Viele Wahrsagerinnen und Wahrsager weisen die Zukunft mit Lenormandkarten aus, die sich neben dem Tarot einer großen Beliebtheit erfreuen. Ob sich die Zukunft aber tatsächlich aus Karten wie denen von Frau Lenormand voraus sagen lässt, ist eher eine Sache der persönlichen Einstellung zum windigen Thema Kartomanie.