Wie gut waren Spülmaschinen Anfang der 1980er Jahre?

5. Mai 2010

Anfang der 1980er Jahre bekam man in Westdeutschland für rund 1000 DM einen kleinen Monofarbfernseher (Fernseher mit 56 cm Bilddiagonale kosteten etwa 1500 DM), eine mittelprächtige Kompaktanlage mit Lautsprechern oder eine Klapperkiste von Auto, die noch mit Mühe und Not den TÜV überstand. Von 1000 DM konnte eine vierköpfige Familie einen Monat gut leben, sofern man nicht jeden Tag Rindfleisch und Brötchen haben musste.

Oder man konnte sich für das Geld eine Spülmaschine kaufen, die in der Regel ein- bis zweimal in den ersten zehn Jahren defekt, aber reparaturfähig war. Etwa zwanzig Prozent aller deutschen Haushalte besitzen 1980 einen Geschirrspüler, ein Jahrzehnt später haben zwanzig Prozent der Haushalte noch keine Spülmaschine.
Die Qualitätsunterschiede zwischen günstigeren (unter 900 DM) und teureren (über 1000 DM) Geräten hielten sich in Grenzen.

So boten beispielsweise Lloyds (Vertrieb über Neckermann) und Privileg (Quelle) bereits für gut 850 DM gute Spülmaschinen an, die bei der praktischen Prüfung (dem wichtigsten Teilaspekt) durchschnittlich gut abschnitten. Unterschiede zwischen dem Lloyds und dem Privileg DL 416 waren in allen anderen Prüfpunkten festzustellen. Der Privileg konnte sich beim Verbrauch, bei der Handhabung und bei der Sicherheitsprüfung bewähren, während das Einsteigermodell von Lloyds bei der technischen Prüfung glänzte. Modelle von Thomson (TS 1002), Kaufhof (Elite 2060 De Luxe), Karstadt (GS 4430) und auch der 1000 DM teuere Candy P 4.40 erreichten insgesamt nur eine befriedigende Bewertung. Die besten Noten heimsten Siemens (WG 4800), Bosch (M 500) und die spürbar günstigere Constructa CG 2502 ein.

Die Verbrauchsmessungen sind allerdings standardisierte Prüfverfahren. Im Alltag lässt sich durch die richtige Handhabung die Wirtschaftlichkeit eines Geschirrspülers deutlich verbessern, etwa indem man auf die volle Beladung der Maschine achtet. Des Weiteren kann in der Regel auf den Vorspülgang zwischendurch verzichtet werden. Dadurch wird die Reinigung nicht verbessert, die Korrosionsgefahr aber erhöht. Gespart werden kann meist auch durch die Verwendung geringerer Mengen Reinigungsmittel.

Da macht es Sinn, etwas zu probieren. Hierbei kommt es auf die exakte Dosierung und die genaue Beobachtung des Reinigungseffekts an. Dieses Vorhaben funktioniert natürlich nur mit Pulver oder flüssigem Reiniger. So kann man etwa bei Pulver ausprobieren, ob die Reduzierung von 30 auf 25 Gramm pro Waschgang zum gleichen Ergebnis führt. Bei den durchschnittlich vier Waschgängen pro Woche könnte so ein ganzes Kilo Reinigungsmittel pro Jahr eingespart werden.

Auf geschirrspueler.eu kann man mehr über Spülmaschinen erfahren.