Rotwein als Heilmittel?
9. August 2010Rotwein als Heilmittel? – In Rotwein befinden sich laut amerikanischen Forschern Molekühle welche bei Mäusen eine krankheitsbedingte Bildung von Blutgefäßen und eine damit verbundene Erblindung verhindern können.
Resveratrol im Rotwein und Früchten beugt Augenkrankheiten vor
Das sogenannte Resveratrol kommt vor allem in der Schale von Rotwein Beeren, Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen und Erdnüssen vor. Es handelt sich dabei um eine spezielle antimikrobielle chemische Verbindung, mit welcher sich Pflanzen vor Infektion mit Bakterien oder Pilzen schützen.
Schon seit einigen Jahren schreibt man Resveratrol eine Reihe von protektiven Wirkungen zu. Dazu gehört beispielsweise die Verlangsamung von Atherosklerose (Systemerkrankung der Schlagadern). Dies ist durch Studien jedoch nicht eindeutig belegt.
An der University School of Medicine in Washington führten die Wissenschaftler erfolgreiche versuche an Mäusen durch. Die Mäuse waren an der Augenkrankheit AMD erkrankt und man konnte sie durch Resveratrol mit beachtlichem Vortschritt behandeln. Dabei verabreichte man ihnen eine sehr hohe Dosis an Resveratrol aus Rotwein. Allerdings würde dies bei Menschen einer Menge von mehreren Flaschen Rotwein (wie hier) pro Tag entsprechen. Auch mit anderen Nahrungsmitteln soll man mit natürlicher Ernährung nicht genügend von dem Wirkstoff zu sich nehmen können.
Rotwein trotzdem Gesundheitsfördernd?
Immer wieder hört man von Ernährungswissenschaftler und Medizinern, dass Rotwein Gesundheitsfördernd ist. Es gibt sogar einige Studien die die eindeutige Schutzwirkung von den im Rotwein enthaltenen Polyphenolen belegen. Dabei sollen diese Stoffe vor Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems bewahren und sich positiv auf Gelenke, Haut und Nieren auswirken.
Man sollte grundsätzlich vorsichtig mit dem Konsum von Alkohol umgehen. Meistens handelt sich immerhin „nur“ um Empfehlungen. Man sollte im Zweifelsfall immer seinen Arzt zu Rate ziehen bevor man Rotwein zu einer medizinischen Behandlung einsetzt.

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