Fasten und Fastenwandern
14. Mai 2008Fasten und Fastenwandern – Gibt es heute eigentlich noch den religiösen Aspekt, um zu fasten? Oft stellt man heutzutage fest, dass man Fasten und Fastenwandern immer mehr in einer therapeutischen Einrichtung anwendet, dass aber über die Ursprünge des Fastens eigentlich die wenigsten Menschen Bescheid wissen. Das ist sehr schade, denn die religiösen Traditionen geraten dadurch leider immer stärker in den Hintergrund und man befürchtet sehr stark, dass die Ursprünge der Fastenkultur in Vergessenheit geraten.
Im Christentum beträgt die christliche Fastenzeit 40 Tage, beginnt am Aschermittwoch und endet am Ostersamstag. Eigentlich soll gerade diese für die Christen so wichtige Periode der Vorbereitung und Einstimmung auf das Osterfest dienen. Auf der anderen Seite nutzen die Christen aller Welt die Fastenzeit auch zur Buße, wobei der eigene Verzicht anderen zu Gute kommen soll. Daneben kann in der Fastenzeit bei Fastenwanderungen, die hier ebenfalls durchgeführt werden, die Zeit genutzt werden, um intensiven Gebeten nachzugehen. In den unterschiedlichen Religionen auf der Welt wird man auch feststellen, dass überall anders gefastet wird, der religiöse Hintergrund ist bei allen aber gleich.
Im Islam zum Beispiel, besteht eine 30-tägige Fastenzeit, in der vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang Verbote, wie der Verzicht von Zigaretten und von Medikamenten, gelten. Sogar der Geschlechtsverkehr ist in dieser Zeit untersagt. Das sind alles sehr drastische Formen des Fastens, die im herkömmlichen Sinne nichts mit dem modernen Fasten in Kombination mit Fastenwanderungen als therapeutische Begleitmaßnahme zu tun haben.
Ziel sollte immer die Wiederfindung des seelischen und körperlichen Gleichgewichts während einer Fastenkur sein. Beim Fastenwandern unterstützt man hier noch zusätzlich, die Gewichtsreduktion und dadurch auch die Linderung von Erkrankungen, die daraus resultierten.
