Schiffsbeteiligungen & Schiffsfonds
27. Mai 2008Schiffsbeteiligungen & Schiffsfonds eignen sich hervorragend als Kapitalanlage. Das gab es bisher noch nicht und wird es wohl auch niemals geben (zumindest nicht in Deutschland). Aber eine interessante Idee ist die Entkopplung der Höhe der Steuern von der Höhe des Gewinns. Das ist auch nicht möglich?
Doch! So gut wie! Haben Sie schon einmal etwas von Schiffsfonds gehört? Ja, ja, aber die alten Steuersparmodelle mit Verlustzuweisungsgesellschaften (z. B. Schiffsfonds) wurden doch längst abgeschafft, werden Sie jetzt sagen. Und recht haben Sie! Trotzdem erfreuen sich Schiffsfonds nach wie vor großer Beliebtheit. Und dass nicht ohne Grund. Der Grund heißt Tonnagesteuer. Erträge die Sie mit Schiffsfonds erzielen sind grundsätzlich erstmal Steuerfrei, sofern der Schiffsfonds das Steuermodell Tonnagesteuer gewählt.
Da staunen Sie, was? Das heißt natürlich nicht, dass bei der Kapitalanlage in Schiffsfonds bzw. Schiffsbeteiligungen überhaupt keine Steuern gezahlt werden müssen. Aber wie bereits angedeutet ist hier die Höhe der Steuern prinzipiell entkoppelt von der Höhe der Einkünfte. Besitzer von Anteilen an einem Schiffsfonds zahlen dafür eine Tonnagesteuer. Diese Steuer richtet sich nach der Transportkapazität des Schiffes und nicht nach den Gewinnen des Fonds.
Die Erträge können noch so gut sein (Vorsicht: oder noch so schlecht, was jedoch zurzeit kaum der Fall ist): die Steuer bleibt immer gleich! Und das auf sehr geringem Niveau. Die Vor- und Nachsteuerrendite von Schiffsfonds unterscheidet sich daher kaum voneinandern, was vom Finanzamt gebeutelte Kapitalanleger freut.
