Vital und Fit durch Teegenuss

19. Januar 2009


Nach der allseits bekannten englischen Regel bereitet man ein Aufgussgetränk in einer mit warmer Flüssigkeit angewärmten Kanne zu, benutzt je Trinkgefäß einen halben Esslöffel getrockneter Teeblätter, übergießt diese mit kochendem Wasser und gießt den Tee nach maximal acht Minuten in eine andere vorgewärmte Teekanne. Teespezialisten empfehlen, den Aufguss nur zwei Minuten ziehen zu lassen, zumal nach Ablauf dieser Zeit die in den Teeblättern beinhalteten Bitterstoffe frei werden, die den aufputschenden Effekt des Purin-Alkaloids im Tee schwächen. Tee kann man nach Gefallen mit Sahne, Rohrzucker, Zitrone, oder Arrak trinken. Die Behauptung, in Teebeuteln sei Tee schlechterer Güteklasse, ist nicht wahr. In Teebeuteln sind edlere Qualitäten ohne Stängel.

Wer ein Teeei nutzt, sollte es maximal zur Mitte füllen. Nach dem Übergießen mit siedendem Wasser quillen die Teebestandteile auf und nehmen folglich an Größe zu. Tee benötigt zur Entfaltung Platz. Die Würze des Aufgusses ist von dem Qualitätsstandard abhängig. Die erstklassigste Tee-Qualitätsklasse liefern die Hauptknospen sowie die aller ersten Blättchen der Pflanze. Sobald die Teeblätter abgezupft wurden, müssen diese erst einmal welk werden, kurz darauf werden sie geschnitten, fermentiert sowie vollständig entwässert. Manche Tees werden allerdings nicht fermentiert sondern stattdessen gedämpft. Gesundheitsdienliche Ingredenzien, die vor bestimmten Krankheiten schützen können, bleiben dabei erhalten. Der beste Aufguss generell soll der Jiaogulan Tee sein, der im Übrigen auch “Unsterblichkeitskraut” genannt wird, weder Methyltheobromin noch Koffein aufweist, trotzdem anregend ist und einen vorteilhaften Effekt auf das Wohlbefinden vieler Menschen hat.

Die Blätter der rasend schnell heranreifenden, minimal vier Meter großen Staude, die zu den Rosidae gehört, werden in der Chinesischen Gesundheitslehre als Arznei verwendet. Der Jiaogulan gehört in Europa nicht zu den Arzneimitteln, sondern ist ein Genussmittel. In den United States of America wird jener leicht lieblich anmutende Tee, teils auch als “Jung-bleib-Tee” umworben, schon eine ganze Zeit lang gekauft, bei uns ist er noch etwas unentdeckt. Ein Tee der gänzlich besonderen Sorte ist Reishi, ein Heilpilz, dessen therapeutische Wirkung unser Immunsystem, den Magen sowie den Stoffwechsel positiv beeinflusst. Der Chinesische Begriff Ling Zhi bedeutet “Unsterblichkeitspilz” oder etwa “Sechstausend-Jahrzehnte-Pilz”. Bei dem Tee werden dünn zertrennte, gedorrte Scheiben verwendet, die eine Nacht lang in reinem Wasser einweichen sollten. Danach wird der Trunk mit den Pilzscheiben aufgekocht und acht Minuten gekocht sowie abgeschüttet. Der Jiaogulan schmeckt herb-bitter und darf mit Waldhonig oder Rohrzucker gemischt werden.