Schalung fuer ein erfolgreiches Bauvorhaben

27. Februar 2009


Unter dem Begriff Schalung versteht man eine Gussform, in die, zur Herstellung von Betonbauteilen, Frischbeton eingegossen wird. Ist der Beton hart geworden, wird die Schalung in der Regel wieder entfernt. Man könnte auch sagen, die Schalung wäre das entsprechende Negativ zum Betonbauteil. Um die Frischbetonlasten vertikal als auch horizontal tragen zu können, muss eine Schalung sowie ihre Unterkonstruktionen standsicher und zudem ausreichend steif sein, um eine hohe Maßgenauigkeit zu gewährleisten und unerwünschte Verformungen zu vermeiden. Zu beachten ist auch, dass die Oberflächenausbildung des fertigen Betonteils durch die Oberflächenstruktur der Schalung bestimmt wird.

Bei den diversen Systemen unterscheidet man zwischen der festen Schalung oder der Stehenden, die zum Beispiel bei Decken und Stützen eingesetzt wird. Bei vertikalen Bauteilen wie Wänden und Schächten kommen meist bewegliche Spezialsysteme zum Einsatz, zu denen das Kletter- und Gleitsystem gehören. Nach dem Vorgang des Einschalens, Bewehrens und Betonierens folgt das Ausschalen, gemäß dem Falle, dass keine verlorene Schalung eingesetzt wird. Der Zeitpunkt für das Ausschalen wird von der Ausschalfrist bestimmt, die wiederum von der Lage, der Temperatur, der Belastung und der Betonsorte abhängt. Zum Beispiel werden die Seitenvorrichtungen beim Betonieren einer Straße nach ungefähr fünf Minuten entfernt, während die Stützen unter ausgeschalten Decken bis zu vier Wochen stehen bleiben müssen.
Die gegenwärtig gängigen Typen werden unter anderem zur Errichtung von Wänden, Stützen, Balken, Treppen, Rahmen und Trägern benutzt. Dazu kommen noch das gleitende, einhäuptige und das aufblasbare System sowie die verlorenen Formen aus verschiedensten Materialien.
Die Vorrichtung, die zur Konstruktion einer Wand verwendet wird, besteht, um einige Beispiele anzugeben, aus Holzplatten, hölzernen Trägern oder Metall- beziehungsweise Kunststoffelementen. Diese Teile werden als Negativ im Abstand der Dicke der Wand gestellt und gegeneinander mit Hilfe von Ankern verspannt. Die einhäuptige oder auch ankerlose sowie einhüftige Schalung genannt, wird zur Herstellung von Stahlbetonbauteilen gebraucht, wenn diese besonders massig oder nur einseitig zugänglich sind, womit ein Verspannen von gegenüberliegenden Elementen nicht möglich wäre.

Für den Bau von Stützen benötigte Vorrichtungen gelten als die gebräuchlichsten Standardrahmen und bestehen aus Vielzweckelementen, die in einem bestimmten Rastermaß geankert werden können. Oftmals werden die Stützen auch rund ausgeführt, wofür  Stahl- und Pappformen von verschiedenen Durchmessern eingesetzt werden. Die Geometrie einer Schalung wird im so genannten Schalplan dargestellt, wobei die Konstruktion einer Schalung im Schalungsplan abgebildet ist.