Der Dachdecker – Kaminarbeiten
15. Februar 2009
Der Dachdecker – Arbeiten am Kamin
Kamin
Der Kaminkopf ist von allen Bauteilen am stärksten der Witterung ausgesetzt und muss deshalb häufiger vom Dachdecker oder Kaminkehrer kontrolliert und repariert werden. Beschädigte und durchfeuchtete Kamine gefährden nicht nur die Dichtigkeit des Daches, sondern führen auch durch die verschlechterte Wärmedämmung zu Kaminversottungen, da die aufsteigenden Rauchgase zu stark abkühlen und das Kondensat den Stein durchfeuchtet. Vor der Veranlassung von Reparaturmaßnahmen ist es sinnvoll, den Bezirksschornsteinfeger oder Kaminkehrermeister zwecks Ausführungsdetails zu befragen.
Grundsätzlich muss ein Kamin 50 cm über den Dachfirst ragen oder mit der Mündung mindestens 1,0 m (bei harten Bedachungen) senkrechten Abstand von der Dachhaut einhalten. Verputzte Kamine sind pflegeaufwendiger als verklinkerte. Kostengünstiger ist es heute, das Fertigkaminrohr mit einer wärmegedämmten, hinterlüfteten Blechverkleidung vom Spengler oder vom Dachdecker aus Berlin fertigen zu lassen. Eine nachträgliche Wärmedämmung aus nichtbrennbaren Materialien kann die Zugleistung eines alten Kamins verbessern. Dann muss zusätzlich eine hinterlüftete Verblechung angebracht werden. Die beliebten Blechhauben auf den Kaminen sind zu vermeiden, da sie selten das Erscheinungsbild des Daches verbessern. Darüber hinaus schaden sie mehr als sie nützen:
• Sie verursachen störende Windgeräusche im Kamin.
• Sie beeinträchtigen den Kaminzug.
• Sie drücken die Abgase auf das Dach, was dort zur Kondensatbildung führt.
Wenn Kamine nach dem Dachausbau nicht mehr vom Dachboden aus geräumt werden können, ist sicherzustellen, dass sie von außen geputzt werden können. Je nach Höhe des Hauses sind unterschiedliche Aus- und Aufstiegshilfen für den Kaminkehrer möglich.
Korrosion durch galvanische Ströme
In Verbindung mit Feuchtigkeit entstehen zwischen unterschiedlichen Metallen elektrische Ströme, die zur Korrosion der in der Spannungsreihe niedriger liegenden Metallart führt. Bei den Arbeitsausführungen ist deshalb darauf zu achten, dass verschiedene Metalle nur ihrer Spannungsreihe entsprechend zusammengebracht werden dürfen.
