Wie Babys schlafen

10. Oktober 2008


Beim Thema Babyschlaf wird meist ein wichtiger Aspekt übersehen: Jedes Baby ist – zum Glück – anders, kein Baby gleicht in seinem (Schlaf-/Wach-)Verhalten ei­nem anderen. Das ist selbst unter Ge­schwistern so. Ein Antrainieren von be­stimmten Schlafregeln nach einem festgelegten Plan funktioniert also nicht bei allen Babys gleich gut, zu­mindest nicht mit gleich gutem Erfolg. Auch das Alter der Kinder, die ver­schiedenen Phasen der Entwicklung, müssen berücksichtigt werden.

In der heutigen schnellen und auf Leis­tung ausgerichteten Gesellschaft ist es für viele Eltern geradezu ein Muss, dass der Nachwuchs den Rhythmus der Eltern schnellstmöglich adaptiert. Von einem Neugeborenen, welches über die vergangenen neun Monate hinweg nichts von Tag und Nacht, dem Unterschied von Werktag und Wochenende, Ladenöffnungs- und Ar­beitszeiten oder gar dem Fernsehpro­gramm wusste, wird jedoch sehr schnell verlangt, dass es diese be­stimmten – für ein Neugeborenes völ­lig unbekannten – Schlaf- und Stillzei­ten einzuhalten lernt. Wie es diese er­lernt und ob dies auch im Sinne der frühkindlichen Entwicklung geschieht, liegt nun an der Sensibilität und auch am Geschick der Eltern. Wichtig ist da­bei: Die Nähe der Eltern zu ihrem Kind muss nicht automatisch zu schlaflosen Nächten führen und ist erst recht kein Zeichen von Schwäche.

Auch Kinder, die gar keine Schwie­rigkeiten mit dem Schlafen im Kinderbett haben, lieben Einschlafrituale, diese immer gleichen Momente vor dem Einschla­fen oder während des Stillens und Tröstens. Die Gewöhnung an die Schlafumgebung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Das gedämpfte Licht, die beruhigenden Stimmen der Eltern, das zärtliche Streicheln des Kopfes oder der Hand, vielleicht auch die leise Melodie der Spieluhr wirkt beruhigend, so dass das Baby auch später ruhig im Hochstuhl Platz nimmt.